Mittwoch, 5. März 2014

Mamis - Teil 1

Es ist doch wirklich unheimlich...
Gar schrecklich, wie viele Mamis von anderen runter gemacht werden nur weil sie sich Hilfe geholt haben, oder es nicht anders moeglich war...
Ach nein, letzteren Punkt fragt ja keiner nach....  Das interessiert ja niemanden -_-

Hauptsache alle leben in ihrer eigenen Traumwelt, und machen diejenigen nieder die es nicht so schoen gehabt haben

Eine natuerliche Geburt ist das beste was jeder Mama passieren kann...
ABER...
Was wenn dies nicht moeglich ist?
Was wenn Sie fast am Ende ihrer Kraefte ist?
Was wenn ihr Leben und das ihres Kindes auf dem Spiel stehen?

Gehen wir mal in der Zeit zurueck...
Als Beispiel, hab da grade ganz spontan ein gutes, was genau das wiederspiegelt, zwar nicht ganz sooo aber passt trotzdem irgendwie

Koenig Heinrich VIII. von England
Seine dritte Frau, Jane Seymour zur Schwangerschaft ihres Sohnes, und den Thronfolgers, ganze 28 Jahre jung lag drei Tage lang in den Wehen....
Schmerzend und quaelend, aber hat nach drei Tagen einen gesunden Jungen zur Welt gebracht und war selber wohl auf.
Aber statt sich um Ihren Sohn kuemmern zu koennen, erkrankte sie am Kindbettfieber und starb nach einigen Tagen daran.

Heute, waere selbst eine Kindbettfiebererkrankung nicht mehr tödlich und Mami kann sich getrost um ihr Kleines kuemmern.

Aber worauf will ich hinaus?
Also Kindbettfieber, Wochenbettfieber (oder wie auch immer) bekommt eine Frau im Wochenbett, nach einer Fehlgeburt oder wenn die Nachgeburt nicht vollständig "entfernt" wurde

Geruechten zufolge gibt es die Aussage, Jane Seymour wurde abhilfe geleistet mit einem Kaiserschnitt, da die Geburt, wie schon erwähnt, ganze drei Tage andauerte und ihre Kraefte wohl so ziemlich am Ende waren.

Heisst also, alleine der Kaiserschnitt haette fuer sie den Tod bedeuten koennen, aber die Nachgeburt wurde nicht vollständig entfernt (behaupte ich) immerhin haben die damals noch keine richtige Narkose gehabt, und dadurch hat sich alles entzündet und sie starb :(

So zurueck in die heutige Zeit...
Nehmen wir selbes Schauspiel, gleiche Protagonisten
Sie liegt in den Wehen, drei Tage, Schmerzen ohne Ende und der Erschöpfung nahe
Aufgrund der Erschöpfung wird entschieden ein Kaiserschnitt zu machen.

Kind wohlauf, Mami. Wohlauf...

Gesellschaftsergebnis, die Leute hoeren nur dass sie einen Kaiserschnitt hatte, sie fragen nicht warum und werfen es ihr vor es sich einfach gemacht zu haben....

Fuer viele ist der Kaiserschnitt sowieso schon eine große seelische Herausforderung, weil sie ihr Kind auf natuerlichen Wege zur Welt bringen wollten....

Muss man dann, weil es nicht anders ging diese Frauen verurteilen?
Und selbst wenn sich eine Frau von Anfang fuer Schmerzmittel und KS entscheidet...  Nur weil sie schiss vor den Schmerzen hat...
Was ist daran so falsch?
Eine Geburt ist keine Lustige Angelegenheit, sie ist sogar sehr sehr schmerzhaft und fuer manche zu schmerzhaft.
Und einfache Loesung ist es auch nicht, nach einer natuerlichen Geburt ist man wesentlich fiter und mobiler als nach einem Kaiserschnitt, also darf man auch nicht vom. Einfachen Weg reden, denn das ist er keinesfalls!!!

Es ist kein Zuckerschlecken, es ist harte Anstrengung und treibt einen bis an seine Grenzen
Werdene Mutti und auch den zukuenftigen Papa...

Also hoert auf diejenigen die Angst davor haben schon vorher nieder zu machen, alles hat seine Vor und Nachteile...  Alles hat sein Fuer und Wieder...
Aber niemand muss heutzutage mehr fuer sein Kind sterben, weil die medizinische Versorgung einfach dazu gebraucht werden kann, Mutter wie Kind zu erleichtern, wenn es sein muss oder gewuenscht wird.
Jede Frau verdient es Mutter zu werden, auch wenn sie Angst vor der Geburt hat, und sich deswegen fuer den "einfachen"  Weg entscheidet!!!!

So dass wars
OVER AND OUT :)

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